Gemüsebeet

„Vom  Charme des Zufälligen“

 

In vollsonniger Lage befindet sich mittig des hinteren Gartenbereichs als eigenständige Terrasse das Gemüsebeet.

 

Nun liegt es nahe, das man hier ausschließlich Gemüse vermutet.
Die Wirklichkeit ist, dass hier ein immerwährender Kampf zwischen Gemüse und Blumen stattfindet. Teils durch Zufallssämlinge, teils durch den Einzug von Neuankömmlingen, sind die Plätze hier sehr begehrt. Mal dominiert das Gemüse, dann wieder die Jungpflanzen der Stauden, ein- und zweijährigen Blumen und die zufälligen Sämlingspflanzen.

 

Mittig des Beetes wachsen eigene, aus Saat kultivierte Ritterspornpflanzen der Art Elatum in Sorten :

Delphinium elatum `Misty Mauves´, `Sweathearts´ und `Pagan Purples´.

Die Blütezeit ist ein echtes High-Light.

Sie zieht sich -je nach Witterung- über mehrere Wochen hin.

Die Sorte `Misty Mauves´ besitzt gerüschte, perlmutt-schimmernde halbgefüllte Blüten. Alle Sorten haben sich als gut schneckenresistent bewiesen.

Diese Sorte sind recht standfest, benötigen aber dennoch im Erwachsenenalter

stabile Stützen.

 

Zudem sind in diesem Beet sehr viele Zufallssämlinge anderer Pflanzen vertreten und dürfen dort, wo sie nicht stören, stehen bleiben. Sie stellen Pflanzenkombinationen her, auf die ich im Traum nicht gekommen wäre.

 

 

 

 

Dieses wirkt alles sehr ungezwungen und hat seinen ganz eigenen Charme. Den Ton geben während des Alt-Weibersommers Verbena bonariensis und Verbena hastata in ihren verschiedenen Farben an. Perfekt wird das Bild durch den Besuch zahlreicher Schmetterlinge und Hummeln.

 

 

 

Zwei Obelisken, sowie seit Herbst 2020 eine Weidenblättrige Birne

(Pyrus salicifolia), bringen Höhe in das Beet.

An den Obelisken ranken sich zuverlässig jedes Jahr die

Clematis viticella `Romantika´ empor.

 

Zum geschwungenem Akazienweg hin wird das Gemüsebeet mit einer Kräuterhecke aus Lavendel augustifolia abgegrenzt.

Der Lavendel verströmt hier -besonders bei Sonnenschein- seinen  herrlichen und intensiven Duft.

Die Zufallssämlinge, die im Gemüsebeet nicht stehen bleiben können, verwende ich gerne in den übrigen Rabatten um Lücken zu füllen.

Somit habe ich einen beständigen Blütenflor und jedes Jahr wieder andere farbliche Pflanzenkombination in den Beeten. Dadurch bleibt auch für mich die persönliche Spannung in meinem Garten erhalten.

Ein Schottischer Liebstöckel Mutterwurz (Ligusticum scoticum) ist prächtig herangewachsen und ist die die älteste Pflanze im Beet. Sie ist eine Verwandte des `Maggikrauts´, nur sehr viel zarter im Geschmack und deshalb in der Küche auch vielseitiger einsetzbar. Diese Pflanze wächst an Schottlands Küsten und die Art hat weiße Dolden, purpurfarbene Stiele und glänzend dunkelgrünes attraktives Laub.

 

 

 

Das Paradies liegt nicht auf Erden,

aber Stückchen davon sind wohl vorhanden.
(J. Renard, franz. Schrifttsteller, 1864-1910)

(Stand: Januar 2021)