Akazien-Rabatte

„Schaut mich an“

 

Die Akazienrabatte, die letzte Ebene im hinteren Gartenbereich, schließt rückwärtig das Grundstück ab. Auf dem Akazienweg stehend, hat es eine Höhe von ca. 60cm und wird durch eine geschwungene Trockenmauer begrenzt.
Das Gerüst dieser Rabatte bilden die symmetrisch angeordneten Weidenblättrigen Birnenbäume (Pyrus salicifolia `Pendula´)

sowie die Weidensträucher (Salix purpurea `Pendula´).

Die locker herabfallenden Zweige der weidenblättrigen Birnenbäume und die Rundungen des Akazienweges nehmen die Gestaltung des gesamten Gartens -in dem runde Formen und geschwungene Linien dominieren und vorherrschen- wieder auf.

Da ich dieses Beet als sehr lang empfinde, habe ich die Stauden, Zwiebel, sowie die einjährigen Pflanzen punktuell und wiederholt gepflanzt, mit dem Ziel, das die Gestaltung einen zusammenhaltenden und ruhigen Charakter erhält.

Die Pflanzen präsentieren sich hier in Augenhöhe und man sieht besonders gut das Zusammenspiel von Blatt und Blüte. Sehr kleinwüchsige Pflanzen lassen sich somit gut aus nächster Nähe betrachten.

Schwerpunktmäßig habe ich hier silbrig-grüne und weiße Farben eingesetzt, entweder im Blatt oder in der Blüte, gleichzeitig auf sanfte Farbkontraste geachtet, damit das Beet Spannung und Würze erhält.

Die Pflanzen ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sehr stark an und im abendlichen Gegenlicht der Sonne wirkt dieses Zusammenspiel ausgesprochen mystisch.

 

 

In der Trockenmauer wurde eine Sitzbank aus Feldsteinen eingearbeitet. Hier lässt es sich gut verweilen und beobachten, wie es „kreucht und fleucht".

Sehr gut kann man hier das grüne Dach des grünen Zimmers einsehen. Das ist während der Blütezeit der Clematis montana `Willsonii´ ein besonderer Genuss.

 

Die halboffene Laube mit Gründach am Ende des Akazienbeetes bietet bei Regenwetter eine trockene Sitzmöglichkeit und bei starkem Sonnenschein ein schattiges Plätzchen mit Blickachse in die Landschaft.

 

 

Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit.
Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung.
 
(Chao-Hsiu Chen)

 

Stand: Januar 2021